GrundlagenStand
Bei einer Bestellung über 50 € zahlst du mit PayPal 1,89 € Gebühr, mit einer Standardkarte über Stripe 1,00 € und mit SEPA-Lastschrift 0,35 €. Die Kosten entstehen pro Verkauf und setzen sich aus einem Prozentsatz und einem festen Betrag zusammen, bei der Lastschrift nur aus dem festen Betrag.
Die Gebührensätze nebeneinander
Die Werte stammen von den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 30. September 2026. Die PayPal-Seite trägt den Stand 7. September 2026. Alle Sätze gelten für Zahlungen im Inland beziehungsweise im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).
| Zahlart | Gebühr je Zahlung |
|---|---|
| PayPal (Zahlung mit PayPal-Konto, Inland) | 2,99 % + 0,39 € |
| PayPal Kartenzahlung online | 2,99 % + 0,39 € |
| PayPal Rechnungskauf mit Ratepay | 2,99 % + 0,39 € |
| PayPal SEPA-Lastschrift | 0,35 € (Standardabrechnung), 0,40 € (sofortige Abrechnung) |
| Stripe Standardkarte aus dem EWR | 1,5 % + 0,25 € |
| Stripe Premiumkarte aus dem EWR | 2,8 % + 0,25 € |
| Stripe SEPA-Lastschrift | 0,35 € |
| Stripe Klarna | ab 2,99 % + 0,35 € |
Als Premiumkarten zählt Stripe Geschäfts-, Firmen- und Unternehmenskarten von Visa, Mastercard und Cartes Bancaires. Welche Karte ein Kunde nutzt, siehst du erst in der Abrechnung. Für Klarna direkt nennen wir keine Preise, sie stehen in deinem Vertrag.
Rechenbeispiel für eine Bestellung über 50 €
Die Rechnung ist bei allen Anbietern gleich: Bestellwert mal Prozentsatz, dazu der feste Betrag.
- PayPal: 50 € × 2,99 % = 1,495 €, plus 0,39 € ergibt 1,885 €, gerundet 1,89 €. Das sind rund 3,8 % des Bestellwerts.
- Stripe Standardkarte: 50 € × 1,5 % = 0,75 €, plus 0,25 € ergibt 1,00 €, also 2 % des Bestellwerts.
- Stripe Premiumkarte: 50 € × 2,8 % = 1,40 €, plus 0,25 € ergibt 1,65 €.
- SEPA-Lastschrift bei PayPal oder Stripe: 0,35 € fest, also 0,7 % des Bestellwerts.
Warum der feste Betrag zählt
Der feste Anteil fällt bei jedem Verkauf an, auch bei kleinen Bestellungen. Bei einer Bestellung über 20 € kostet PayPal 0,598 € plus 0,39 €, also rund 0,99 €. Das sind fast 5 % des Bestellwerts. Bei 200 € sind es 5,98 € plus 0,39 €, also 6,37 €, und damit nur noch knapp 3,2 %.
Die Lastschrift verhält sich umgekehrt: 0,35 € sind bei 20 € ein spürbarer Anteil, bei 200 € fallen sie kaum ins Gewicht. Verkaufst du vor allem günstige Artikel, lohnt sich ein Mindestbestellwert oder ein Sortiment, das zu größeren Warenkörben einlädt. Verkaufst du teure Ware, lohnt es sich, die Lastschrift anzubieten.
Grundgebühren und Auszahlung
Stripe schreibt auf seiner Preisseite, dass keine Einrichtungsgebühren und keine Monatsgebühren anfallen. Die PayPal-Gebührenseite nennt nur Gebühren je Transaktion und keine Monatsgebühr für das Geschäftskonto. Du zahlst bei beiden also nur, wenn du verkaufst.
Das Geld landet zuerst im Konto beim Anbieter und wird dann auf dein Bankkonto ausgezahlt. Bei PayPal ist die Standardauszahlung auf ein Bankkonto in Euro laut Gebührenseite kostenlos. Bei Stripe legst du laut Dokumentation bestimmte Wochentage oder Tage des Monats für Auszahlungen fest. Zu Auszahlungsgebühren nennen wir keine Werte, sie stehen in deinem Stripe-Konto. Für deine Buchhaltung heißt das: Auf dem Bankkonto kommt eine Sammelüberweisung an, die einzelnen Zahlungen und Gebühren stehen im Bericht des Anbieters.
Vorkasse per Überweisung und eigene Rechnung laufen ohne Zahlungsanbieter. Hier fallen nur die Kosten deines Geschäftskontos bei der Bank an.
Was Rückbuchungen kosten
Lässt ein Kunde eine Zahlung zurückbuchen oder eröffnet er einen Konflikt, verlierst du den Betrag vorerst und zahlst zusätzlich eine Gebühr:
- PayPal: 16 € Rückbuchungsgebühr, wenn ein Kunde eine Kartenzahlung über seine Bank zurückbucht. 14 € Standard-Konfliktgebühr, wenn ein Kunde über sein PayPal-Konto einen Antrag auf Käuferschutz stellt.
- Stripe: 20 € je eingegangener Zahlungsanfechtung und 20 € für eine manuelle Antwort darauf, die Stripe bei Erfolg erstattet.
Bei einer Bestellung über 50 € entspricht eine Rückbuchung damit den Gebühren von gut acht PayPal-Verkäufen oder zwanzig Stripe-Verkäufen mit Standardkarte. Klare Artikelbeschreibungen, eine erreichbare Kontaktadresse und eine schnelle Antwort bei Beschwerden verhindern viele Fälle, bevor sie zur Rückbuchung werden.
Was das für deine Kalkulation heißt
Nimm für die Planung den teuersten Satz, den du anbietest, und rechne ihn auf deinen durchschnittlichen Warenkorb. Bietest du PayPal an, planst du also je nach Warenkorbgröße mit rund 3 bis 5 % des Umsatzes. Welche Zahlarten du überhaupt brauchst, steht in Welche Zahlungsarten brauche ich für den Start?. Wie sich die Gebühren zu Miete, Domain, Rechtstexten und Werbung addieren, zeigt Was kostet ein Onlineshop im Monat?.
Beim Onlineshop mieten zahlst du den Monatspreis deines Tarifs und keine Gebühr pro Bestellung an uns. Die Gebühren deiner Zahlungsanbieter zahlst du wie in jedem Shop direkt an PayPal, Stripe oder den Anbieter deiner Wahl.
Quellen und Stand
- PayPal: Gebühren für Geschäftskunden (Stand 7. September 2026), abgerufen am 30. September 2026
- Stripe: Preise, abgerufen am 30. September 2026
- Stripe: Auszahlungen, abgerufen am 30. September 2026
- Stripe: Unterschied zwischen Standard- und Premiumkarten, abgerufen am 30. September 2026