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● Verkaufen und Wachstum

Die perfekte Produktseite: was darauf gehört

Bilder, Titel, Nutzen, Preis mit MwSt.-Hinweis, Lieferzeit, Varianten, Bewertungen und FAQ: die Checkliste für eine Produktseite, die verkauft.

ChecklisteStand

Eine gute Produktseite beantwortet alle Fragen, die ein Kunde vor dem Kauf hat, ohne dass er die Seite verlassen muss: Wie sieht es aus, was bringt es mir, was kostet es insgesamt und wann kommt es an. Die folgende Checkliste geht die Bausteine in der Reihenfolge durch, in der ein Kunde sie liest.

Bilder

  • Mehrere Ansichten zeigen. Vorderseite, Rückseite, Detail und das Produkt im Einsatz ersetzen das Anfassen im Laden.
  • Zoom ermöglichen. Wer Material, Verarbeitung oder Beschriftung prüfen will, muss nah genug herankommen.
  • Größenverhältnis zeigen. Ein Foto mit Hand, Person oder bekanntem Gegenstand verhindert Fehlkäufe und spätere Retouren.
  • Bilddateien klein halten. Große Originale bremsen die Seite, vor allem mobil.
  • Alternativtexte pflegen. Sie helfen Screenreadern und der Bildsuche, siehe auch Barrierefreiheit (BFSG).

Titel und Kurzbeschreibung

  • Suchbegriff in den Titel. Der Name sollte so klingen, wie Kunden bei Google suchen, also Produktart, Marke und wichtigstes Merkmal statt einer internen Artikelbezeichnung.
  • Titel nicht überladen. Ein Titel, der wie eine Keyword-Liste aussieht, liest sich schlecht und überzeugt nicht.
  • Kurzbeschreibung neben dem Kaufen-Button. Zwei bis drei Sätze, die schon ohne Scrollen sagen, wofür das Produkt gut ist.

Beschreibung

  • Nutzen vor Merkmalen. „Hält den Kaffee lange warm“ sagt dem Kunden mehr als „Doppelwandige Vakuumisolierung“, beides zusammen ist am besten.
  • Eigene Texte schreiben. Herstellertexte stehen in vielen Shops identisch, das hilft weder der Auffindbarkeit noch dem Vertrauen.
  • Technische Daten als Liste. Maße, Material, Gewicht und Pflege lassen sich in einer Tabelle schneller erfassen als im Fließtext.
  • Kennzeichnungen nennen. Wo Pflichtangaben gelten, etwa Inhaltsstoffe oder Sicherheitshinweise, gehören sie zur Produktseite.

Preis und Versand

  • Preis mit Hinweis „inkl. MwSt.“ zeigen. Gegenüber Verbrauchern muss der Endpreis mit Umsatzsteuer angegeben werden, so verlangt es § 3 der Preisangabenverordnung.
  • Link zu den Versandkosten setzen. Der Hinweis „zzgl. Versandkosten“ mit Link zur Übersicht gehört direkt neben den Preis.
  • Lieferzeit nennen. Eine Angabe in Werktagen oder „sofort lieferbar“ beseitigt eine Unsicherheit, die sonst zum Abbruch führt.
  • Verfügbarkeit ehrlich anzeigen. Ist ein Artikel nicht lieferbar, sag es, statt den Kunden bis zum Checkout zu führen.

Varianten

  • Auswahl direkt auf der Seite. Größe, Farbe oder Ausführung wählt der Kunde ohne Umweg über andere Seiten.
  • Bild und Preis wechseln mit. Wählt jemand eine andere Farbe, sollte das passende Foto erscheinen und der Preis sich anpassen.
  • Nicht lieferbare Varianten kenntlich machen. So lernt der Kunde nicht erst im Warenkorb, dass seine Größe fehlt.

Vertrauen

  • Bewertungen zeigen. Echte Meinungen früherer Käufer beantworten die Frage, ob man hier bestellen kann, glaubwürdiger als jeder Shoptext.
  • Rückgabe verständlich erklären. Ein kurzer Hinweis auf das Widerrufsrecht senkt die Hemmschwelle, siehe Warenkorbabbrüche senken.
  • Zahlarten sichtbar machen. Die Logos der akzeptierten Zahlarten zeigen, dass die gewohnte Variante dabei ist.

FAQ und Zusatzartikel

  • Häufige Fragen auf der Seite beantworten. Alles, was dein Support wiederholt gefragt wird, gehört als kurzer Frage-Antwort-Block unter die Beschreibung.
  • Passende Artikel vorschlagen. Zubehör oder Ergänzungen („Wird oft zusammen gekauft“) erhöhen den Warenkorb, ohne aufdringlich zu sein.
  • Ähnliche Produkte anzeigen. Wer dieses Produkt nicht will, findet so eine Alternative, statt den Shop zu verlassen.

Mobil

  • Kaufen-Button ohne Scrollen erreichbar. Auf kleinen Bildschirmen sollte er nach dem Bild und der Kurzbeschreibung auftauchen.
  • Bildergalerie mit Wischen bedienbar. Kleine Pfeile lassen sich mit dem Daumen schlecht treffen.
  • Auf echten Geräten testen. Emulatoren am Desktop zeigen nicht, wie Tastatur und Daumen sich verhalten.

Beispiel-Aufbau von oben nach unten

  1. Titel mit Suchbegriff
  2. Bildgalerie mit Zoom
  3. Preis mit MwSt.-Hinweis und Versandkosten-Link
  4. Lieferzeit und Verfügbarkeit
  5. Variantenauswahl und Kaufen-Button
  6. Kurzbeschreibung mit den wichtigsten Nutzen
  7. Ausführliche Beschreibung und technische Daten
  8. Bewertungen
  9. Häufige Fragen
  10. Passende und ähnliche Produkte

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